VADUZ, 6. MAI

Heute gab es eine dialogische Führung durch das Beuys Archiv mit Rainer Rappmann, Nico Stockmann und ca. 8 Besucherinnen. Es tun sich anhand von Beuys Fragen auf: Was sind Kriterien des Gelingens, wenn es um Gestaltung des sozialen Zusammenhangs geht? Der Parallelprozess von sinnlich sichtbaren Produkten und der sozialen Plastik, dem Konzeptuellen oder bei mir der dialogischen Performance … Geht es da um Schönheit, um schön gestaltete Situationen, immer in Annäherung zwischen Möglichkeit und Realität?
Es kommen Gedanken auf zur Rolle von Kunst in Gesellschaftssituationen: Wir brauchen Poesie zur Veränderung. Diese ewig effizienten Gedanken muss man mal in Frage stellen. Uni-Professor und Künstler Gleen Loughran in Dublin sagte kürzlich, die Natur von sozial engagierter Kunst ist zutiefste Ineffizienz. Es geht um Austausch, um einen Freiraum zur Entwicklung von Zukunftsmodellen, Kultur bringt ständig Dinge hervor, die anschliessend in der Zeit gesellschaftsfördernd werden. Kunst als letzter Denkfreiraum?

SB

2017-05-31T10:39:18+00:00