Die Sammelstelle in Vaduz zieht heute von ihrem Standort vor dem Museum neben die Touristen-Informationsstelle.
Ich halte einen kleinen Vortrag in Friedrichshafen an der Zeppelin-Universität vor Studierenden, wo ca. 3 von 20 je in Liechtenstein waren. Ich versuche zuerst den Kontext zu erläutern, bevor ich von der Rest-Münz-Aktion spreche. Es kommen interessante Fragen zu dem Verhältnis Staat-Monarch-Industrie und Geld/ökonomisches Vermögen sowie die Frage an mich, wie das ist, ein Kunstprojekt in einer solch saturierten Situation zu machen? Es stimmt, in der Regel passieren solche Kunstprojekte an Orten wo es eine offensichtliche Transformationsveränderung gibt und man glaubt, auch Kunst kann helfen, diese Veränderungsbewegung zu unterstützen. Gibt es hier kein Bedarf, die Rolle von Kunst, via einem ästhetischen Objekt & Prozess, zu reflektieren, zu imaginieren, politische oder soziale Verhältnisse zu benennen?
Abends ein Vortrag im Museum vom Christina von Braun zu „Geld und Kunst“. Der zentrale Satz für mich ist ihre Feststellung, dass unser Geldsystem weltweit nur deshalb funktioniert, weil wir alle daran glauben. Es gab und gibt immer wieder in der Geschichte Momente, wo die Menschen vom Glauben ans Geld abfallen und dann kommt der „Realitätscheck“, wo man merkt, dass Geld nicht mehr gedeckt ist von anderen Werten wie Gold oder Immobilien. Was genau ist die Heilsversprechung von Geld und um so mehr denke ich heute abend, interessiert mich das Potential, an seine eigenen Ideen und sein soziales Umfeld zu glauben.

SB