VADUZ, 21. MAI

Vorbehaltloses Werden ist das, was ein solcher Kunstprozess sich erlaubt. Es dürfen sich Dinge zeigen, es sollen sich sogar Dinge zeigen. Aushalten muss man, dass man solche Wahrheiten vorab nicht kennt, dass sie ehrlich und unangenehm sein könnten, aber auch eine positive Überraschung. Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, wenn sich vor Ort ein Raum auftut, um das Potential gemeinsam zu betrachten.
Hier höre ich Wünsche an einen solchen Prozessausgang: Der Tenor des Endes sollte energetisch so sein, dass die Menschen, die Wünsche beigetragen haben, respektiert werden. Was tut dem Land wohl: Kraft, Mut, Bewegung. Zelebrieren von dem, was man gut findet. Kann man die Offenheit aushalten, nicht zu wissen, was sich zeigen wird? Ich habe in dem Sinne keine Erwartungen an ein solches „Ende“, ich weiss aus Erfahrung, dass Potentiale sich oft auf unerwarteten Wegen zeigen und dass Prozesse infektiös sein können. Mit Inkubationszeiten.

SB

2017-05-30T19:21:54+00:00