VADUZ, 10. MAI

Marshall Rosenberg (Gewaltfreie Kommunikation) sagt: „Depression ist die Belohnung fürs Bravsein!“ Das zitierte Christian Felber in seinem Vortrag über Gemeinwohlökonomie in der Zukunftswerkstatt. Gleichzeitig schnauben abends einige Liechtensteinerinnen in Empörung angesichts der Tatsache, was der Besuch eines Deutschen wieder an schrägem Aussen-Image für Liechtenstein mit sich gebracht hat. Warum wurde ausgerechnet Uli Hoeness zu „Meet the President“ eingeladen? Ich lese im Netz dazu: „Hoeness sprach am Montag in Vaduz im Restaurant inmitten des fürstlichen Rebberges vor Geschäftsleuten auch über seine Verurteilung im Jahr 2014 durch das Landgericht München wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern. Sätze wie, er sei der einzige Deutsche gewesen, der Selbstanzeige gemacht habe und trotzdem im Gefängnis gewesen sei, wurden von deutschen Medien aufgegriffen. Bayern-Präsisent Uli Hoeness habe sich über seine Haftstrafe beklagt, schrieb Spiegel online. Hoeness wird mit dem Satz zitiert: „Freispruch wäre völlig normal gewesen.“ „Dreister Auftritt in Steuer-Oase“, titelte die deutsche Zeitung Bild am Donnerstag auf der Frontseite. „Muss Uli Hoeneß zurück ins Gefängnis? Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty könnte sich dieses Szenario offenbar gut vorstellen. Der SPD-Politiker hat in der Bild eine Warnung gegen den Bayern-Präsidenten ausgesprochen: ‚Er sollte sehr vorsichtig sein. Denn er steht unter Bewährung. Und bei solchen Äußerungen kann man schon den Widerruf der Bewährung prüfen.“ „Offensichtlich haben 21 Monate in einem bayrischen Luxusknast mit Wochenendurlauben und Aufenthalten in der Schön-Klinik am Starnberger See nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Im Steuerparadies Liechtenstein macht er sich über die ehrlichen Steuerzahler lustig“, sagte Kutschaty gegenüber der Bild-Zeitung.“

SB

2017-05-23T09:43:49+00:00