Rest-Münz_Aktion 2017-12-01T14:45:44+00:00

REST-MÜNZ-AKTION
SAMMELN WIR UNSER IDEEN-KAPITAL

Die RestMünzAktionSammeln wir unser IdeenKapital war ein Projekt der Künstlerin Susanne Bosch, realisiert im Rahmen der Ausstellung Who Pays?. Zwischen Anfang März und Ende Mai 2017 tourten zwei mobile Sammelstellen von Gemeinde zu Gemeinde durch ganz Liechtenstein.

In ihnen konnte man nicht nur Restmünz einwerfen, sondern insbesondere auch Ideen und Wünsche für Zukunft und Gemeinwohl in Liechtenstein hinterlassen. Die dahinterstehende Idee ist: Ungenutztes geistiges Kapital durch ebenso ungenutztes ökonomisches Kapital nutzbar gemacht werden. Neben den Sammelstellen reiste auch die Künstlerin selbst als „Ohr am Menschen“ mit unzähligen Gesprächen und Begegnungsformaten durch das Land.

ABLAUF DES PROJEKTS

DIE ROUTE DER SAMMELSTATIONEN

DAS PROJEKT IN ZAHLEN

  • 000 Tage
  • 13 Stationen
  • 341 Wünsche
  • 27,3 kg Münzen (davon 7,2 kg Mischwährungen)
  • 494,83 Schweizer Franken
  • 218,45 Euro

DIESE WÜNSCHE SOLLEN REALISIERT WERDEN

WUNSCH 1

„Besonders an Liechtenstein ist für mich die Grösse und die Anzahl der Bewohner*innen. Dann haben wir neben den alt-eingesessenen Familien so viele Menschen anderer Nationen bei uns wohnen. Ich wünsche mir öffentliche Veranstaltungen, wo wir unsere Vielfalt feiern und zeigen. Zusammen essen ist eine große Geste der Verbundenheit. Wir könnten z.B. eine 24 km lange Fest-Tafel von der österreichischen Grenze in Schaanwald bis zur Schweizer Grenze hinter Balzers machen und alle an den Tisch laden. Ein Erntedank mit lokalem Essen, wo jede Gemeinde ein Stück der Tafel bewirtet. Es könnte auch eine Wandertafel sein, die hinten abgebaut wird und vorne verlängert, sodass sie sich langsam den ganzen Tag (oder über mehrere Tage) durchs Land bewegt.“

BEGRÜNDUNG

Eine öffentliche Tafel für Essen in Gemeinschaft und in Begegnung miteinander soll am Welternährungstag am 16. Oktober 2017 realisiert werden. Besonders überzeugend wirkte hier die Kombination von guter Ernährung, Begegnung im öffentlichen Raum, sozialem Engagement und dem gemeinsamem Organisieren des Buffets unter einem Thema mit weltweiter Brisanz. Für die Kommunikation erhält dieser Wunsch das gesammelte Franken-Restmünz (CHF 494.83).

WUNSCH 4

„Schutz der Landschaft und der Landwirtschaft soll Verfassungsrang haben. Biologische Ernährung soll gesetzlich Vorrang haben.“

BEGRÜNDUNG

Anhand dieses Wunschs beschloss die Gruppe, einen Vorschlag für eine Verfassungsergänzung zu erarbeiten. Dieser soll zusammen mit den Wünschen der BewohnerInnen zum Schutz und Erhalt der Natur den politischen EntscheidungsträgerInnen vorgelegt werden. Für das Erstellen eines Druckerzeugnisses mit dem entsprechenden Textvorschlag sowie der Dokumentation der Wünsche gingen die 218,45 Euro-Restmünz an Wunsch Nummer 4.

WUNSCH 211

„Ich wünsche mir, dass alle eigegangen Wünsche auch unseren Politikern unterbreitet werden.“

BEGRÜNDUNG

Dieser Wunsch schloss synergetisch an die Forderung zu einer Verfassungsänderung an. Beschlossen wurde ein systematisches Unterbreiten der Wünsche an die Landespolitik sowie die Gemeinden und Vereine.

WUNSCH 152

„Ich wünsche mir einen Ort, wo Leute ihre Talente vermitteln. D.h. , wer etwas lernen will von jemandem, der etwas kann, kann dort einen Mentor*in finden. Lernen macht so viel Spass, aber Schule macht alles durch den Druck und die Methoden so tot.“

BEGRÜNDUNG

Der an 152. Stelle eingegangene Wunsch nach einem Ort, wo Menschen anderen ihre Talente vermitteln, ist in Planken bereits Realität. Es wurde vorgeschlagen, dass Planken zunächst den anderen Gemeinden einen Austausch über die bislang gemachten Erfahrungen anbietet, um ein solches Konzept möglichst in allen Gemeinden zu realisieren. Restmünz ist dafür nicht notwendig.

WUNSCH 217

„Ich würde den liechtensteinischen Restmünzberg als Kunstwerk verkaufen und den Erlös zur Realisierung eines Wunsches nehmen. Das bedeutet Wertsteigerung auf mehreren Ebenen.“

BEGRÜNDUNG

Für diesen Wunsch wurden die ca. 7 Kilogrmm Münzen in verschiedenen Fremdwährungen zur Verfügung gestellt, die sonst nicht eingetauscht werden könnten.