HILTI, 20. APRIL

Eine Freundin aus Berlin sandte mir heute einen TV-Bericht „Thema des Tages“ über die Bahnhofsmission am Berliner Bahnhof Zoo. Der Leiter Dieter Puhl erzählt vor dem Regal mit Schlafsäcken stehend: „Ein Grossteil der Schlafsäcke stammt übrigens aus Liechtenstein. Eine ganz tolle Geschichte: Eine 93-jährige Teppichhändlerin, die in Liechtenstein lebt, und früher mit Teppichgeschäften in Deutschland zu Geld kam, sorgt für uns. Wenn ich sie anrufe, schickt sie auch schon mal 2000 Schlafsäcke. Wir brauchen tatsächlich pro Jahr 6000 Schlafsäcke.“
Eine Hilti-Mitarbeiterin hört sich bestimmt fünf Minuten die Wünsche an. Ich sehe sie lächeln. „Das ist garnicht schlecht…“, sagt sie dann, als ihre Kollegin sie zum Mittagessen abholt. „Was man sich so für Liechtenstein wünschen kann…“. Hier habe ich ganz schnell gelernt, ich kann persönlich anwesend sein, aber die Leute wollen nicht unbedingt angesprochen werden. Ich habe ja auch am liebsten freiwillige Gespräche und nicht das Gefühl, ungewohnt angesprochen zu werden. Aber wie spricht man in einer so offenen Situation Menschen an?

SB

2017-05-04T17:01:11+00:00