HILTI, 18. APRIL

Mein 1. Tag auf dem Marktplatz bei Hilti. Ein Mann sprach aus, wie ich den Besuch empfand: Die Welt trifft sich an diesem Ort. Da stehe ich und die meisten Unterhaltungen finden auf Englisch statt, ich höre von China, Shanghai und Finnland; ich spreche mit Menschen aus bestimmt 10 Nationen darüber, was sie zu Liechtenstein als ihrem Arbeitsort denken. Aber ich höre auch von einem jungen Liechtensteiner, wie anhaltend nachdenklich er darüber ist, dass so wenige Liechtensteiner hier arbeiten. Und dass diese Lehrlingsausbildung bei Hilti so gut ist, aber nur noch wenig Produktion hier vor Ort stattfindet; was heisst, es wird nicht mehr wie vorher nach Bedarf ausgebildet, sondern: Ausbildung für andere Unternehmen oder andere Standorte. Diese internationalen Expert*innen hier, sind die notwendig? Können wir das nicht selber decken? Ein Folgegespräch mit einer internationalen Mitarbeiterin entbrennt, die darauf aufmerksam macht, dass die Universitäten sowie real Menschen vor Ort fehlen, um diese diversen Expert*innen landesintern auszubilden. Ja, diese internationalen Expert*innen sind notwendig, um diesen Weltkonzern vor Ort zu betreiben, sagt sie.
Ein Chinese sagt, er wagt kaum für Liechtenstein zu wünschen, da er nicht sicher ist, dass er irgendeine klare Vorstellung von diesem Ort hat. Sein Verständnis oder Zugang zu diesem Ort scheint ihm so limitiert. Er wüsste gerne mehr darüber, aber wie kann das stattfinden? Ich ahne, es geht hier nicht im Informationen, sondern darum, den Geist eines Ortes zu begreifen.

SB

2017-05-04T17:05:09+00:00